Donnerstag, 12. Januar 2012

Veronica Roth - Die Bestimmung

Veronica Roth
480 Seiten
Nachfolgender Band : Insurgent(englisch) 1. Mai 2012
Ursprüngliche Veröffentlichung des Buches: 19. März 2012
cbt Verlag

Klappentext
Altruan – die Selbstlosen. Candor – die Freimütigen. Ken – die Wissenden. Amite – die Friedfertigen. Und schließlich Ferox – die Furchtlosen … 
Fünf Fraktionen, fünf völlig verschiedene Lebensformen sind es, zwischen denen Beatrice, wie alle Sechzehnjährigen ihrer Welt, wählen muss. Ihre Entscheidung wird ihr gesamtes künftiges Leben bestimmen, denn die Fraktion, der sie sich anschließt, gilt fortan als ihre Familie. 
Doch der Eignungstest, der über Beatrices innere Bestimmung Auskunft geben soll, zeigt kein eindeutiges Ergebnis. Sie ist eine Unbestimmte, sie trägt mehrere widerstreitende Begabungen in sich. Damit gilt sie als Gefahr für die Gemeinschaft. 
Beatrice entscheidet sich, ihre bisherige Fraktion, die Altruan, zu verlassen, und schließt sich den wagemutigen Ferox an. Dort aber gerät sie ins Zentrum eines Konflikts, der nicht nur ihr Leben, sondern auch das all derer, die sie liebt, bedroht…

Meine Meinung
Das Buch beginnt mit dem Alltagsleben der Protagonistin und ist recht informativ und man erfährt viel über die Lebensweise und Vergangenheit der Person und der gesamten Bevölkerung im Buch. Auch die Welt wird klar dargestellt. Durch die ganzen Details, kann man sich alles vorstellen und in die Handlung hineintauchen und alles miterleben. Die Spannung baut sich nach und nach auf und wird immer gewaltiger, desto näher man dem Höhepunkt und dem Ende kommt. Der Höhepunkt ist ein Feuerwerk für die Leser, da man keine einzige Seite lesen kann, ohne erschrocken aufzuatmen oder Tränen in den Augen bekommt. Das Ende ist wirklich wunderbar gemacht und weist auf einen nachfolgenden Teil hin. Viele Fragen, die sich gestellt haben, wurden beantwortet, aber es sind genügend übrig geblieben, um einen 2. Teil damit zu füllen.

Der Schreibstil ist hervorragend und lässt nichts zu wünschen übrig, da alles detailreich beschrieben wurde und keine Fremdwörter auftauchen. Alle neuen Begriffe, die eigens für das Buch zum Beispiel erfunden worden sind, werden ausführlich erklärt und nicht in Vergessenheit geraten. 

Die Dialoge sind sehr angenehm zu lesen und spiegeln auch den Charakter der jeweiligen Person wieder und verändern sich, auch mit ihnen. Sie sind logisch durchdacht und zeugen von Logik und Herz. Man kann in einigen Dialogen die Gefühle der Charaktere sich richtig vorstellen und mitfühlen oder lachen.

Der Charakteraufbau ist einfach nur unbeschreiblich gut gelungen, jeder einzelne Charakter wandelt sich, selbst wenn es nur eine Nebenrolle ist. Man bekommt richtig mit, was in ihnen vorgeht, sei es auch nur ansatzweise.
Tris, oder auch Beatrice genannt, war zu Anfang ein kleines Mauerblümchen, dass nicht wusste, wohin sie gehörte und ihrer Selbst nicht bewusst war. Das ändert sich während der Geschichte gewaltig, da Tris über sich hinaus wächst und ein Mensch wird, der bewundert werden sollte. Sie hat Mut, Verstand und ein Herz, dass kombiniert sie perfekt miteinander und wird so zu einem sehr sympathischen Protagonisten.
Four ist der Ausbilder der Initianten der Ferox und scheint unnahbar zu sein und eine harte Gangart zu haben. Im Laufe der Geschichte kann man auf seine wahre Person blicken und muss mehrfach staunen, wie vielschichtig er aufgebaut ist.

Die Idee von einer Dystopie ist nicht neu, aber dieses Buch hat gewisse neue Ideen mit sich gebracht, die wirklich toll sind und allem eine Frische verleiht. Ich bin sehr angetan davon und meine Lust auf Dystopien wurde wiedererweckt.

Cover
Das Cover zeigt im Vordergrund ein flammenden Kreis, mit einer "Kugel" innen drin, dies soll wahrscheinlich das Zeichen der Ferox sein und ich finde es sehr gut getroffen, da ich es mir so ungefähr vorgestellt habe.
Im Hintergrund erkennt man eine Stadt, die sehr an New York erinnert, aber es ist nicht klar, ob es diese ist oder nur eine fiktive Welt, ich persönlich denke, dass es eine fiktive Stadt ist.
Es passt gut zur Handlung, da es mit der Geschichte zu tun hat, aber nichts verrät.

Titel
Der Titel passt wie die Faust aufs Auge, um es mal auf gut deutsch zu sagen. Es geht um die Bestimmung, da damit alles angefangen hat, aber dennoch wird nicht zuviel von der Geschichte verrät.

Fazit
Ich habe mich in dieses Buch verliebt und erwarte sehnsüchtig die nachfolgenden Bände! Alles harmoniert miteinander, das es schon ans Unglaubliche grenzt. Man bekommt ein Gefühl für die Situation dort, für die ganzen Personen und Gefühle, die dort herrschen. Es ist eine Prise von vielen Aspekten in der Handlung enthalten, Action, Liebe und Rätsel und genau das ist das tolle an der Geschichte, weil von allem die perfekte Masse vorhanden ist. Ein wirkliches Must-Have für jeden Fanatsy und Dystopien Fan!

5 von 5 Punkten

Jack Ketchum - Beuterausch

Jack Ketchum / Lucky McKee
288 Seiten
Heyne Hardcore Verlag

Klappentext
Gefangen in einer Spirale der Gewalt

Sie ist die letzte Überlebende eines Kannibalenstamms, der jahrzehntelang die Ostküste der USA in Angst und Schrecken versetzte. Geschwächt und verwundet gerät sie in die Gewalt des tyrannischen Familienvaters Cleek. Der Sadist Cleek versucht, die wilde Frau zu »zähmen«, wobei er seine Familie als Komplizen missbraucht. Doch er hat den Überlebenswillen seiner Gefangenen unterschätzt. Bevor sein Experiment zu Ende ist, werden alle Unaussprechliches durchleiden müssen.

Meine Meinung
Das Buch beginnt sofort mit der Handlung, ohne groß um den heißen Brei zu reden, man wird den Protagonisten vorgestellt und erhält einen ersten Eindruck von ihnen. Die Anfangsszenerie ist sehr brutal und lässt einem das Gefühl aufkommen, dass das noch nicht alles war. Damit hatte man dann auch recht, die Handlung ist nichts für schwache Nerven und es wird in den Abgrund der menschlichen Psyche geblickt und man erkennt, dass nicht alle nette Menschen, auch nett sein müssen. Der Spannungsbogen ist stetig vorhanden und lässt einen mitfiebern, wie es weitergeht und was mit den Personen passiert. Der Höhepunkt ist einfach grandios, genauso wie das Ende, von dem ich überhaupt nicht erwartet hätte, dass es so kommt. Aber es passt und ist mal etwas Neues!

Der Schreibstil ist passend zum Genre, düster und detailreich in brutalen Szenen. Dadurch kann man sich alles gut vorstellen und fühlt sich selbst gequält und gefangen oder wütend und hilflos.

Die Dialoge sage viel über die Charaktere aus, wie sie denken und was deren Prinzipien sind. Sie scheinen nie, zu unüberlegt zu sein, sondern sind gut durchdacht und passen zu dem jeweiligen Moment.

Der Charakteraufbau ist wirklich gut ausgearbeitet und man erkennt trotz der kurzen Handlungsspanne, die Veränderungen der einzelnen Charaktere. Man lernt die Personen lieben oder hassen. 
Die Kannibalin hat keinen Namen in dem Buch, so dass man sich leichter in sie hineinversetzen kann. Das gelingt einem auch gut, man versteht ihre Beweggründe und ihre Gefühle. Sie ist eine sehr starke Person, die es versteht, zu überleben und ihre Willen durchzusetzen. 
Peggy scheint am Anfang nicht viel mit alldem zu tun zu haben, aber ihre Gefühle und Gedanken ändern sich sehr während der Handlung und sie wird eine wirklich willensstarke Person, die weiß, was wichtig und richtig ist und was getan werden muss, auch wenn die Konsequenzen nicht reizvoll sind.
Chris scheint ein netter Mensch zu sein, der gerne anderen hilft und der Herr im Haus ist. Er probiert gerne Neues aus und beißt sich in Dingen fest, die ihn interessieren. Doch im Laufe der Geschichte erblickt man sein wahres Gesicht und lernt ihn zu fürchten.

Die Idee ist nicht neu, aber durchsetzt mit neuen, frischen Ideen, was mir wirklich gut gefällt.

Cover
Das Cover passt hervorragend zur Handlung, da es düster ist und man hauptsächlich nur die Kannibalin sieht, um die es sich auch dreht. Leider sieht die Frau auf dem Cover der Person aus dem Buch nur ansatzweise ähnlich.

Titel
Der Titel ist gut gewählt, er verrät nicht zuviel von dem Buch und macht zuerst einen falschen Eindruck von der Handlung. Das finde ich gut, da man so überrascht wird und nicht sofort alles weiß.

Fazit
Ich fand das Buch, trotz derbe Ausdrücke und gewalttätigen Szenen gut, da alles detailreich beschrieben wurde. Natürlich lese ich so etwas nur ab und zu, aber für zwischendurch ist das Buch perfekt. Ein Must-Have für alle Horror Fans.

Zusatzinformation
Das Buch wurde verfilmt, unter dem Titel "The Woman"

4 von 5 Punkten