Donnerstag, 15. Dezember 2011

Julia Karr - The Sign Nur zu deiner Sicherheit

Julia Karr
480 Seiten
Nächster Band Truth (Englisch)
cbt Verlag
Klappentext
Eine Zukunft, in der man mit sechzehn seine Unschuld verliert

Nichts fürchtet die in einer nahen Zukunft lebende Nina so sehr wie ihren sechzehnten Geburtstag. Obwohl die meisten Mädchen dieses Datum kaum erwarten können: Sie bekommen ein Tattoo und dürfen nun legal Sex haben. Doch Nina ahnt, dass mehr hinter diesem Tattoo steckt. Als kurz darauf ihre Mutter bei einem brutalen Anschlag ums Leben kommt, erfährt Nina: Ihre Mutter gehörte zum Widerstand – und ihr totgeglaubter Vater ist am Leben, irgendwo im Untergrund. Sie setzt alles daran, ihn zu finden – und gleichzeitig sich und ihre Halbschwester vor dem Zugriff des Regimes zu schützen. Da verliebt sie sich in Sal, einen Widerstandskämpfer. Doch kann sie ihm trauen?

Meine Meinung
Das Buch beginnt in einem völlig normalen Alltag von Nina, aber dieser trügischer Schein hält nicht lange an, denn es geht sehr spannend weiter. Es folgt Ereignis auf Ereignis und die Spannung steigert sich immer weiter. Bis hin zu einem grandiosen Finale, welches in einem sehr schönen Ende endet. Es gibt genug Spielraum für einen 2. Teil und man ist schon wirklich gespannt, wie es weiter geht!

Der Schreibstil ist wirklich einfach und es werden keine Fremdwörter benutzt. Es ist wirklich detailreich beschrieben und man kann sich richtig in die Zukunft hineinversetzen. 

Die Dialoge sind an die Sprache der Jugendliche gepasst, wie man auch heutzutage reden würde. Was ich wirklich gut finde. So kann man sich viel besser hineinversetzen. Die Dialoge passen sehr gut zu den einzelnen Charakteren.

Der Charakteraufbau ist einfach nur großartig und lässt fast jeden Charakter symphatisch wirken.
Nina scheint ein wirklich freundliches Mädchen zu sein, dass andere Zukunftsvorstellung hat, als alle anderen Mädchen in ihrem Alter. Sie will zunächst nichts von Jungs wissen, doch da ändert sich ihre Meinung, als sie Sal begenet. Am Ende ist sie wirklich mutig und stellt sich allem, was sich ihr entgegen stellt.
 Sandy, Ninas beste Freundin geht richtig in der Vorstellung eines Sex-Teens auf und lebt dafür, ein perfekter Sex-Teen zu werden. Dabei vergisst sie oft, was wirklich wichtig ist und denkt an sich selbst, selbst in den brenzlichsten Situationen. 
Sal scheint ein netter Kerl zu sein und an Nina interessiert zu sein, doch was steckt wirklich hinter alldem? Nutzt er Nina nur aus oder liebt er sie wirklich? Was sind seine Ziele? Zum Ende hin bewundere ich ihn und Nina.

Die Idee an sich ist wirklich toll, mit den Tattoos. Die Zukunftsvorstellungen sind wirklich toll beschrieben und sogar für mich realistisch. Da habe ich schon unrealistischer Bücher gelesen.

Cover 
Das Cover ist wunderschön meiner Meinung nach. Es zeigt ein Mädchengesicht, versteckt hinter einer Blüte. Alles ist in dunklen Farben gestaltet, aber wirkt keineswegs bedrohlich.
Das englische Cover
Das englische Cover mag ich überhaupt nicht, es erinnert mich eher an ein Lebensbericht einer Prostituierten, auch wenns jetzt krass klingt, aber an soetwas erinnert mich das Cover.

Titel
Der Titel passt wirklich gut zur Handlung, da es ja schließlich um das Tattoo, "The Sign" geht.

Fazit
Ich fand das Buch wirklich gut und es hat mir unheimlich gut gefallen. Es wird alles wirklich gut beschrieben und auch ausführlich erklärt. Jede Frage wird erklärt und es werden noch genug Fragen aufgeworfen, die einen 2. Teil spannend wirken lässt. 
Ein Must - Have für jeden Fantasy, Dystopien Fan!

5 von 5 Punkten

Dienstag, 13. Dezember 2011

Brett McBean - Die Bestien

Brett McBean
352 Seiten
Festa Verlag
 
Klappentext
 Jim Clayton will nie wieder in den Knast, wo er achtzehn Jahre lang schmorte. Nie wieder darf er die Beherrschung verlieren. Doch dann landet er in einer winzigen Stadt und sieht, wie ein Mann ein junges Mädchen mit einem Gürtel blutig schlägt. Als er eingreift, schießt man ihn einfach nieder ... Am nächsten Morgen führt man ihn einer Gruppe von Jägern vor. »Er dachte, er könnte in unsere kleine Stadt platzen und einen Polizei-Chief verprügeln, ohne dafür bestraft zu werden.« Ein tiefes Kichern schwappte durch die Gruppe. »Nun, hier regeln wir die Dinge ein wenig anders, Jim. Hier lassen wir Gott über dein Schicksal entscheiden. Kein Gericht, keine Anwälte, nichts, als die wunderschönen Blue Ridge Mountains und einige unserer besten Jäger, die Jagd auf dich machen. Es ist ziemlich einfach. Wir geben dir zehn Minuten Vorsprung.
 
Meine Meinung
Das Buch beginnt wirklich spannend und diese Spannung hält sich während der ganzen Handlung aufrecht. Langatmige Parts sind hier nicht vorhanden, was ich wirklich gut finde! Während der Handlung kommt die ursprüngliche Geschichte zutage, von der man nun wirklich nichts geahnt hat. Bis zum Schluss hin bleibt auch das wahre Motiv von Jim vernebelt und das Ende ist ansich schön, auch wenn es traurig ist.
 
Der Schreibstil ist wirklich einfach und sehr an die Umgangssprache angelehnt. Fremdwörte kommen nicht vor, dennoch frage ich mich, wieso alle Autoren des Genre "Horror,etc" eine so vulgäre Ausdrucksweise haben. An einigen Stellen war das Buch wirklich widerlich und ich musste mich zusammen reißen, um es nicht gegen die Wand zu werfen. Das hat der Geschichte aber im Großen und Ganzen keinen Abbruch getan.
 
Die Dialoge sind wunderbar angepasst an die Südstaaten und an die Charaktere. Emitionslos ist da eigentlich niemand.
 
Der Charakterausbau ist gut gelungen, viele der Charaktere entwickeln sich weiter und werden damit symphatischer.
Jim kann sich nicht an seine Vergangenheit erinnern und scheint ein Kerl zu sein, der nichts lange anbrennen lässt. Dennoch hat er anscheinend ein Herz für kleinere Mädchen, woran das liegt, wird im Laufe der Geschichte geklärt. Zum Ende hin, kann er Verantwortung übernehmen und steht zu dem, was er tut und sagt.
Darlene ist ein wirklich bemitleidenswertes Geschöpf, sie hat mehr erlebt, als man in ihrem Alter erleben sollte, vorallem im Laufe der Geschichte kommen Dinge zutage, die einem das Herz zerbrechen lässt. Doch am Ende ist sie wirklich stark und zeigt, was in ihr steckt.
Hal ist der Chief der Stadt und der Anführer der Jäger, das schon seit Jahren. Er hat einen spürbaren Hass auf Darlene, das wiso wird während der Geschichte erklärt. Zum Ende hin ist Hal nicht mehr er selbst.
 
Die Idee ist nicht neu und aber dennoch hat das Buch einen Aspekt der dem allen eine gewisse Würze verleiht und interessant macht.
 
Cover
Das Cover zeigt einen Waldboden, durchtränkt anscheinend von Blut und im Vordergrund kann man einen Arm erkennen, welcher eine Axt hält.
Ich weiß zwar nicht, wieso gerade eine Axt gezeigt wird, da keine im Buch vorkommt, aber kann dennoch sagen, dass das Cover passt und mir ein ungutes Gefühl gibt.
 
Titel
Der Titel passt wie die Faust aufs Auge, dass was in dieser Stadt passiert und wer das organisiert, solche Menschen kann man nur als Bestien betiteln.
 
Fazit
Auch wenn des öfteren die vulgäre Sprache mir die Sprache verschlagen hat, muss ich zugeben, dass das Buch kein Fehlgriff war und mich an einigen Stellen fesseln konnte, vorallem zum Ende hin. Auch dass während der Handlung, die eigentliche Geschichte zutage gekommen ist, hat mich fasziniert, weil es soetwas komplett anderes ist, als man erwartet hätte!
Ein Must Have für Horrorbücher und einen Hang zum übernatürlichen haben.
 
4 von 5 Punkten